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Aktivisten und Ökonomen fordern Sonderfonds für Klimaschutz

Umweltschützer und Wirtschaftswissenschaftler verlangen von der deutschen Regierung ein Sondervermögen in Höhe von hundert Milliarden Euro. Damit soll die Umstellung auf erneuerbare Energie beschleunigt werden.

Unterstützt von namhaften Wissenschaftlern fordert die Jugendbewegung Fridays for Future einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro, um den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern voranzutreiben. Die Summe könne durch eine Kombination aus Übergewinnsteuern und einer Lockerung der Schuldenbremse erreicht werden, sagte Sprecherin Luisa Neubauer vor Journalisten in Berlin. Auch die etwa 65 Milliarden Euro an Subventionen für fossile Energieträger könnten dafür verwendet werden. Die Bewegung ruft zudem für den 23. September erneut zu einem globalen Klimastreik auf.

Die Idee zu dem Sondervermögen sei durch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und das Sondervermögen für die Bundeswehr inspiriert worden, so Neubauer weiter. Die Forderung sei, nun Geld für den Klimaschutz in die Hand zu nehmen und zu investieren.

Unterstützt von namhaften Wissenschaftlern fordert die Jugendbewegung Fridays for Future einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro, um den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern voranzutreiben. Die Summe könne durch eine Kombination aus Übergewinnsteuern und einer Lockerung der Schuldenbremse erreicht werden, sagte Sprecherin Luisa Neubauer vor Journalisten in Berlin. Auch die etwa 65 Milliarden Euro an Subventionen für fossile Energieträger könnten dafür verwendet werden. Die Bewegung ruft zudem für den 23. September erneut zu einem globalen Klimastreik auf.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sagte, das Geld werde unter anderem deshalb benötigt, weil Deutschland bislang nicht genug in Solar- und Windenergie investiert habe. Mit weniger Abhängigkeit von russischem Gas und konsequentem Klimaschutz hätte die derzeitige Krise nicht dieses Ausmaß. „Machen wir so weiter, riskieren wir, dass unser Wirtschaftssystem wegbricht“, sagte er.

Auch Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, warnte: „Machen wir jetzt nicht massiv Klimaschutz, werden wir in ein paar Jahren einen massiven Wohlstandverlust erleben.“ 100 Milliarden Euro Sondervermögen seien dafür ein guter Ausgangspunkt.

Mit dem Sondervermögen sollten laut Fridays for Future eine „beispiellose Geschwindigkeitserhöhung der Energiewende“, ein Null-Euro-Ticket, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und eine Sanierungsoffensive finanziert werden. Ein Teil solle zudem als Klimafinanzierung an Länder des globalen Südens gehen.

Quaschning sagte, Ereignisse wie die jüngsten Überschwemmungen in Pakistan zeigten, dass in den kommenden Jahren weitaus größere Summen benötigt würden, wenn Deutschland seinen Teil der Verantwortung für den Klimawandel übernehmen wolle.

uh/kle (afp, ap, epd)

PK Fridays for Future will Klima-Sondervermögen
PK Fridays for Future will Klima-Sondervermögen

Unterstützt von namhaften Wissenschaftlern fordert die Jugendbewegung Fridays for Future einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro, um den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern voranzutreiben. Die Summe könne durch eine Kombination aus Übergewinnsteuern und einer Lockerung der Schuldenbremse erreicht werden, sagte Sprecherin Luisa Neubauer vor Journalisten in Berlin. Auch die etwa 65 Milliarden Euro an Subventionen für fossile Energieträger könnten dafür verwendet werden. Die Bewegung ruft zudem für den 23. September erneut zu einem globalen Klimastreik auf.

Die Idee zu dem Sondervermögen sei durch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und das Sondervermögen für die Bundeswehr inspiriert worden, so Neubauer weiter. Die Forderung sei, nun Geld für den Klimaschutz in die Hand zu nehmen und zu investieren.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sagte, das Geld werde unter anderem deshalb benötigt, weil Deutschland bislang nicht genug in Solar- und Windenergie investiert habe. Mit weniger Abhängigkeit von russischem Gas und konsequentem Klimaschutz hätte die derzeitige Krise nicht dieses Ausmaß. „Machen wir so weiter, riskieren wir, dass unser Wirtschaftssystem wegbricht“, sagte er.

Auch Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, warnte: „Machen wir jetzt nicht massiv Klimaschutz, werden wir in ein paar Jahren einen massiven Wohlstandverlust erleben.“ 100 Milliarden Euro Sondervermögen seien dafür ein guter Ausgangspunkt.

Mit dem Sondervermögen sollten laut Fridays for Future eine „beispiellose Geschwindigkeitserhöhung der Energiewende“, ein Null-Euro-Ticket, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und eine Sanierungsoffensive finanziert werden. Ein Teil solle zudem als Klimafinanzierung an Länder des globalen Südens gehen.

Quaschning sagte, Ereignisse wie die jüngsten Überschwemmungen in Pakistan zeigten, dass in den kommenden Jahren weitaus größere Summen benötigt würden, wenn Deutschland seinen Teil der Verantwortung für den Klimawandel übernehmen wolle.

uh/kle (afp, ap, epd)

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