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Die große Rückkehr: Formel 1 in Melbourne

Nach zwei Jahren Corona-Pause ist die Formel 1 wieder in Australien. Sebastian Vettel und Mick Schumacher kehren ins Cockpit zurück. Mercedes kämpft auf dem umgestalteten Kurs derweil mit der Technik.

Nach Kurve sechs einfach auf dem Gas bleiben, den Topspeed mit etwa 330 km/h erreichen, vielleicht sogar den Konkurrenten mit DRS überholen – das ist neu für die Formel 1-Piloten auf dem überarbeiteten Kurs in Melbourne. Die zweijährige Zwangspause haben die Macher für Veränderungen genutzt, unter anderem, um die Clark-Schikane mit ihren tückischen Curbs zu entfernen. Bedeutet: noch mehr Vollgas für den WM-Führenden Charles Leclerc im Ferrari und seinen Red-Bull-Verfolger Max Verstappen. Es ist zu erwarten, dass die beiden Top-Teams der Saison sich auch auf dem schnellen Kurs in Australien ein enges Duell liefern.

Die einstigen Dominatoren von Mercedes haben dagegen nach den insgesamt schwachen Ergebnissen beimRennen in Bahrain und beim Großen Preis von Saudi-Arabien kaum Aussicht auf einen Leistungssprung. “Wir befinden uns in einem Lernprozess, und die ersten beiden Wochenenden haben gezeigt, dass wir noch viel zu lernen haben”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Melbourne. Das betrifft vor allem die Aerodynamik des Autos.

Nach Kurve sechs einfach auf dem Gas bleiben, den Topspeed mit etwa 330 km/h erreichen, vielleicht sogar den Konkurrenten mit DRS überholen – das ist neu für die Formel 1-Piloten auf dem überarbeiteten Kurs in Melbourne. Die zweijährige Zwangspause haben die Macher für Veränderungen genutzt, unter anderem, um die Clark-Schikane mit ihren tückischen Curbs zu entfernen. Bedeutet: noch mehr Vollgas für den WM-Führenden Charles Leclerc im Ferrari und seinen Red-Bull-Verfolger Max Verstappen. Es ist zu erwarten, dass die beiden Top-Teams der Saison sich auch auf dem schnellen Kurs in Australien ein enges Duell liefern.

Weil immer wieder der Luftstrom am Unterboden abreißt, beginnen die Boliden auf den schnellen Passagen zu hoppeln. “Porpoising” heißt das Phänomen, dass die Mercedes-Ingenieure schnellstens abstellen wollen. Auch die Boxenstopps, bei denen das Team rund eine Sekunde auf die Konkurrenz verliert, sind ein Thema.

Mercedes und das “Hoppel”-Problem

Vom Mercedes-Dilemma indirekt betroffen ist Sebastian Vettel, der nach seiner Corona-Erkrankung erst jetzt in die Saison einsteigt. “Als würde man zu spät zur Schule kommen”, schildert er seine Gefühle. Vermutlich wird er es schwer haben: Sein Aston Martin hat nicht nur den Motor, sondern auch noch das Getriebe und die Aufhängung des Mercedes. Der 34-Jährige freut sich dennoch: “Ich hoffe, dass wir in einem spannenden und nicht vorhersehbaren Rennen einige Schritte nach vorne machen können.”

Darauf hofft auch ein anderer Rückkehrer: Mick Schumacher sitzt nach seinem Crash in Saudi-Arabien wieder im Cockpit. Und er ist gefordert. Denn anders als Vettel hat er mit dem Haas, der von der Ferrari-Technik profitiert, im Moment einen heißen Hobel unter dem Hintern. Sein Teamkollege Kevin Magnussen fuhr in beiden Saisonrennen unter die besten Zehn. “Wir haben es mit einem Auto geschafft, der nächste Schritt wäre, es mit zwei Autos zu schaffen”, sagte Teamchef Günther Steiner.

Schumacher weiß: “Die Erwartungen sind hoch, diese Woche in den Punkten zu sein. Ich glaube daran, dass wir das schaffen können.” Für den 23-Jährigen geht es auch um die teaminterne Hackordnung. Hatte er im vergangenen Jahr die Nase immer vor dem inzwischen geschassten Russen Nikita Mazepin, fuhr der Däne Magnussen bisher stärker als Schumacher. Harte Einschläge sollten sich beide nicht leisten. Haas hat aus Kostengründen in Australien kein Ersatzauto zur Verfügung.

Mehr Platz als auf dem engen Stadtkurs von Dschidda ist auf der Strecke in Melbourne aber auf jeden Fall. Beim Umbau des Albert Park Circuit wurde nicht nur die Schikane entfernt, sondern Kurven verbreitert, der komplette Asphalt erneuert und eine  vierte DRS-Zone geschaffen – all das dürfte die Überholmöglichkeiten und die Aussicht auf packende Zweikämpfe vergrößern.

Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton steht ohne Helm in der Boxngasse und schaut zweifelnd
Formel 1-Pilot Mick Schumacher lenkt seinen weiß-rot lackierten Boliden in eine Rechtskurve

Nach Kurve sechs einfach auf dem Gas bleiben, den Topspeed mit etwa 330 km/h erreichen, vielleicht sogar den Konkurrenten mit DRS überholen – das ist neu für die Formel 1-Piloten auf dem überarbeiteten Kurs in Melbourne. Die zweijährige Zwangspause haben die Macher für Veränderungen genutzt, unter anderem, um die Clark-Schikane mit ihren tückischen Curbs zu entfernen. Bedeutet: noch mehr Vollgas für den WM-Führenden Charles Leclerc im Ferrari und seinen Red-Bull-Verfolger Max Verstappen. Es ist zu erwarten, dass die beiden Top-Teams der Saison sich auch auf dem schnellen Kurs in Australien ein enges Duell liefern.

Die einstigen Dominatoren von Mercedes haben dagegen nach den insgesamt schwachen Ergebnissen beimRennen in Bahrain und beim Großen Preis von Saudi-Arabien kaum Aussicht auf einen Leistungssprung. “Wir befinden uns in einem Lernprozess, und die ersten beiden Wochenenden haben gezeigt, dass wir noch viel zu lernen haben”, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in Melbourne. Das betrifft vor allem die Aerodynamik des Autos.

Mercedes und das “Hoppel”-Problem

Weil immer wieder der Luftstrom am Unterboden abreißt, beginnen die Boliden auf den schnellen Passagen zu hoppeln. “Porpoising” heißt das Phänomen, dass die Mercedes-Ingenieure schnellstens abstellen wollen. Auch die Boxenstopps, bei denen das Team rund eine Sekunde auf die Konkurrenz verliert, sind ein Thema.

Vom Mercedes-Dilemma indirekt betroffen ist Sebastian Vettel, der nach seiner Corona-Erkrankung erst jetzt in die Saison einsteigt. “Als würde man zu spät zur Schule kommen”, schildert er seine Gefühle. Vermutlich wird er es schwer haben: Sein Aston Martin hat nicht nur den Motor, sondern auch noch das Getriebe und die Aufhängung des Mercedes. Der 34-Jährige freut sich dennoch: “Ich hoffe, dass wir in einem spannenden und nicht vorhersehbaren Rennen einige Schritte nach vorne machen können.”

Darauf hofft auch ein anderer Rückkehrer: Mick Schumacher sitzt nach seinem Crash in Saudi-Arabien wieder im Cockpit. Und er ist gefordert. Denn anders als Vettel hat er mit dem Haas, der von der Ferrari-Technik profitiert, im Moment einen heißen Hobel unter dem Hintern. Sein Teamkollege Kevin Magnussen fuhr in beiden Saisonrennen unter die besten Zehn. “Wir haben es mit einem Auto geschafft, der nächste Schritt wäre, es mit zwei Autos zu schaffen”, sagte Teamchef Günther Steiner.

Schumacher weiß: “Die Erwartungen sind hoch, diese Woche in den Punkten zu sein. Ich glaube daran, dass wir das schaffen können.” Für den 23-Jährigen geht es auch um die teaminterne Hackordnung. Hatte er im vergangenen Jahr die Nase immer vor dem inzwischen geschassten Russen Nikita Mazepin, fuhr der Däne Magnussen bisher stärker als Schumacher. Harte Einschläge sollten sich beide nicht leisten. Haas hat aus Kostengründen in Australien kein Ersatzauto zur Verfügung.

Schumacher muss zeigen, was er kann

Mehr Platz als auf dem engen Stadtkurs von Dschidda ist auf der Strecke in Melbourne aber auf jeden Fall. Beim Umbau des Albert Park Circuit wurde nicht nur die Schikane entfernt, sondern Kurven verbreitert, der komplette Asphalt erneuert und eine  vierte DRS-Zone geschaffen – all das dürfte die Überholmöglichkeiten und die Aussicht auf packende Zweikämpfe vergrößern.

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