Wirtschaft

Halbleiter-Pionier Gordon Moore gestorben

Der Mitbegründer des US-Chipherstellers Intel wurde 94 Jahre alt. Er legte einen zentralen Grundstein für das Silicon Valley.

Der Halbleiter-Pionier Gordon Moore starb im Kreise der Familie in seinem Haus auf Hawaii, das teilte seine wohltätige Stiftung und der von ihm mitgegründete Chip-Riese Intel mit.

Moores Prognose einer stetig steigenden Leistung von Computerchips prägte über Jahrzehnte die Elektronik-Branche. Mitte der 1960er-Jahre sagte er voraus, dass die Zahl der Transistoren auf einem Chip sich in regelmäßigen Abständen verdoppeln werde. Erst nannte er ein Jahr als Zeitraum dafür, ein Jahrzehnt später setzte er die Frist auf zwei Jahre hoch. Die Vorhersage erwies sich als so verlässlich, dass sie als “Moore’s Law” (Moores Gesetz) bekannt wurde und Unternehmen ihre Produktstrategie danach ausrichteten.

Der Halbleiter-Pionier Gordon Moore starb im Kreise der Familie in seinem Haus auf Hawaii, das teilte seine wohltätige Stiftung und der von ihm mitgegründete Chip-Riese Intel mit.

Mehr Transistoren auf gleicher Fläche bedeuten mehr Energieeffizienz und die Möglichkeit, immer kleinere und leistungsstärkere Geräte zu bauen. Letztlich sagte Moore in einer Zeit riesiger Rechner ihre Miniaturisierung bis hin zu heutigen Computeruhren voraus. Inzwischen schwächte sich das Tempo der Verdichtung ab, weil Entwickler an physischen Grenzen der Materialien stoßen und die weitere Verkleinerung immer aufwendiger und teurer wird.

In Moores erster Firma wurde die Idee des Mikrochip geboren

Moore studierte Chemie und kam in die Halbleiter-Industrie durch einen Job beim Branchenpionier William Shockley. Er gehörte zu den acht abtrünnigen Mitarbeitern, die frustriert über Shockleys Führungsstil kündigten und die Firma Fairchild Semiconductor gründeten.

Dort wurde die Idee vorangetrieben, mehrere Transistoren auf einem Stück des Halbleiter-Materials Silizium zu bündeln – der Mikrochip. Fairchilds Chips kamen unter anderem im Steuerungscomputer der Mondlande-Einheit von Apollo 11 zum Einsatz. Der Erfolg der Firma war ein zentraler Grundstein für das Silicon Valley.

Moore und seine Mitstreiter wie Robert Noyce erkannten aber auch schneller als andere in der Branche, dass Chips über das anfängliche Geschäft mit Militär und Raumfahrt hinaus einen viel größeren Markt im Verbrauchersegment finden. 1968 gründeten Moore und Noyce die neue Firma Integrated Electronics Corporation, die unter dem abgekürzten Namen Intel bekannt wurde. Moore hatte dort den Chefposten von 1975 bis 1987 inne.

Intel machte Moore zum Milliardär. Er und seine Frau Betty gründeten die wohltätige Gordon und Betty Moore Foundation, die sich unter anderem für den Schutz der San Francisco Bay einsetzt.

pg/haz (dpa, rtr)

Die Zukunft der Chipindustrie

Der Halbleiter-Pionier Gordon Moore starb im Kreise der Familie in seinem Haus auf Hawaii, das teilte seine wohltätige Stiftung und der von ihm mitgegründete Chip-Riese Intel mit.

Moores Prognose einer stetig steigenden Leistung von Computerchips prägte über Jahrzehnte die Elektronik-Branche. Mitte der 1960er-Jahre sagte er voraus, dass die Zahl der Transistoren auf einem Chip sich in regelmäßigen Abständen verdoppeln werde. Erst nannte er ein Jahr als Zeitraum dafür, ein Jahrzehnt später setzte er die Frist auf zwei Jahre hoch. Die Vorhersage erwies sich als so verlässlich, dass sie als “Moore’s Law” (Moores Gesetz) bekannt wurde und Unternehmen ihre Produktstrategie danach ausrichteten.

In Moores erster Firma wurde die Idee des Mikrochip geboren

Mehr Transistoren auf gleicher Fläche bedeuten mehr Energieeffizienz und die Möglichkeit, immer kleinere und leistungsstärkere Geräte zu bauen. Letztlich sagte Moore in einer Zeit riesiger Rechner ihre Miniaturisierung bis hin zu heutigen Computeruhren voraus. Inzwischen schwächte sich das Tempo der Verdichtung ab, weil Entwickler an physischen Grenzen der Materialien stoßen und die weitere Verkleinerung immer aufwendiger und teurer wird.

Moore studierte Chemie und kam in die Halbleiter-Industrie durch einen Job beim Branchenpionier William Shockley. Er gehörte zu den acht abtrünnigen Mitarbeitern, die frustriert über Shockleys Führungsstil kündigten und die Firma Fairchild Semiconductor gründeten.

Dort wurde die Idee vorangetrieben, mehrere Transistoren auf einem Stück des Halbleiter-Materials Silizium zu bündeln – der Mikrochip. Fairchilds Chips kamen unter anderem im Steuerungscomputer der Mondlande-Einheit von Apollo 11 zum Einsatz. Der Erfolg der Firma war ein zentraler Grundstein für das Silicon Valley.

Moore und seine Mitstreiter wie Robert Noyce erkannten aber auch schneller als andere in der Branche, dass Chips über das anfängliche Geschäft mit Militär und Raumfahrt hinaus einen viel größeren Markt im Verbrauchersegment finden. 1968 gründeten Moore und Noyce die neue Firma Integrated Electronics Corporation, die unter dem abgekürzten Namen Intel bekannt wurde. Moore hatte dort den Chefposten von 1975 bis 1987 inne.

1968 entstand Integrated Electronics Corporation, kurz Intel genannt

Intel machte Moore zum Milliardär. Er und seine Frau Betty gründeten die wohltätige Gordon und Betty Moore Foundation, die sich unter anderem für den Schutz der San Francisco Bay einsetzt.

pg/haz (dpa, rtr)

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