Kultur

Happy birthday, Mr. President! Berühmte Geburtstagsständchen

Es war ihr letzter großer öffentlicher Auftritt, doch er ging in die Geschichte ein: Marilyn Monroes Geburtstagsständchen für John F. Kennedy. Es gibt aber noch mehr legendäre Happy-Birthday-Songs.

Als Marilyn Monroe am 19. Mai 1962 in einem hautengen glitzernden Kleid ihr laszives “Happy Birthday, Mr. President” ins Mikrofon hauchte, war das ein gefundenes Fressen für die Skandalpresse. Es gab viele Gerüchte über John F. Kennedys außereheliche Affären, doch über keine seiner Liaisons wurde mehr getratscht als über das vermeintliche Verhältnis mit Amerikas Sexsymbol Marilyn Monroe. An dem Tag, an dem John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York anlässlich seines 45. Geburtstags eingeladen hatte, sollte Marilyn ihr Ständchen vortragen. Obwohl sie stundenlang geübt hatte, zitterte sie vor Aufregung. Vor laufenden Fernsehkameras sang sie für “ihren” Präsidenten.

Pressefotografen waren allerdings nicht erwünscht. Trotzdem war nach dem legendären Auftritt ein – einziges – Bild entstanden. Der Fotograf des Weißen Hauses, Cecil Stoughton, war als einziger Fotograf zugelassen und er machte dieses einzige, wenig skandalträchtige Foto: Sein Schnappschuss zeigt Monroe mit JFK und seinem Bruder Bobby Kennedy.

Als Marilyn Monroe am 19. Mai 1962 in einem hautengen glitzernden Kleid ihr laszives “Happy Birthday, Mr. President” ins Mikrofon hauchte, war das ein gefundenes Fressen für die Skandalpresse. Es gab viele Gerüchte über John F. Kennedys außereheliche Affären, doch über keine seiner Liaisons wurde mehr getratscht als über das vermeintliche Verhältnis mit Amerikas Sexsymbol Marilyn Monroe. An dem Tag, an dem John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York anlässlich seines 45. Geburtstags eingeladen hatte, sollte Marilyn ihr Ständchen vortragen. Obwohl sie stundenlang geübt hatte, zitterte sie vor Aufregung. Vor laufenden Fernsehkameras sang sie für “ihren” Präsidenten.

Kompromittierendes Fotomaterial des Präsidenten und seiner mutmaßlichen Geliebten, das Paparazzi immer wieder schossen, landete nie in der Klatschpresse: Darüber wachten mit Argusaugen FBI und Secret Service, die gnadenlos jedes Negativ konfiszierten. Und auch dieses unspektakuläre Foto von Cecil Stoughton blieb lange unter Verschluss. Marilyns Song aber schrieb Geburtstagsständchen-Geschichte.

Elvis Presley: “Happy birthday, baby”

War Marilyn Monroe der Schwarm aller Männer, ließ Elvis Presley mit seinem Hüftschwung und seiner schmachtenden Schmalzstimme die Herzen der Frauen höher schlagen. In diesem Song gratuliert er seinem “Baby”, das ihn für einen anderen verlassen hat. Welche Frau fühlte sich da nicht berufen, den King über seinen Liebeskummer hinweg zu trösten? Das Original stammt allerdings nicht vom ihm, sondern von The Tune Weavers, die damit 1957 durchstarteten.

Dieses gute Laune-Stück von 1968 entstand ganz im Spirit der Hippie-Ära. Es erschien auf dem Album “The Beatles”, besser bekannt als “Weißes Album”. Die Musiker verabschiedeten sich während der Aufnahmen kurz, um in Paul McCartneys Haus, das direkt um die Ecke lag, einen Rock’n’Roll-Film anzuschauen. Die damals schon kultige Musikkomödie “The Girl Can’t Help It” lief zum ersten Mal im britischen Fernsehen. Zahlreiche berühmte Musiker traten dort auf, darunter Little Richard, Eddie Cochran, Fats Domino und The Platters – das wollten die Fab Four unbedingt sehen.

“Paul kam als einer der ersten zurück ins Studio“, erinnerte sich später Aufnahmeassistent Chris Thomas, “und schrieb den Birthday-Song einfach runter. Die anderen stießen dazu und sangen mit. Um 5 Uhr morgens war das Lied im Kasten.” 

Viele Jahre später sagte John Lennon in einem Interview mit dem Playboy: “Ich glaube, Paul wollte einen Song schreiben wie ‘Happy Birthday, Baby,’ diesen Hit aus den 1950ern. Aber das Ding entstand spontan im Studio. Es war einfach ein Stück Müll.” Millionen von Beatles-Fans sehen das bis heute anders. 

Dieser Ohrwurm aus dem Jahr 1980 hat längst die ganze Welt erobert und die Herzen von vielen Geburtstagskindern erfreut. In nicht englischsprachigen Ländern singen die meisten nur den Refrain des Stevie Wonder-Hits mit und sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass der Song auch eine Hymne für die Gleichberechtigung aller Menschen ist.

Und mehr noch: Es war ein inoffizieller Aufruf, einen Tag zu Ehren des 1968 ermordeten schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. ins Leben zu rufen. Der kam dann auch, allerdings erst im Jahr 1986.

Auch “Celebration” kam 1980 auf den Markt – der einzige Song der Band, der es auf Platz 1 der Billboard Hot 100-Charts schaffte, obwohl die Jungs auch sonst für so manchen Hit gut waren. Mit souligem Disco-Funk machte die von den Brüdern Robert und Roland Bell gegründete ehemalige Schülerband in den 1970er und 1980er-Jahren Furore.  

Zum Song  “Celebration” ließ sich Saxofonist Ronald Bell, der Muslim war, von der Schöpfungsgeschichte im Koran inspirieren. 

Dieses Lied kann mit Fug und Recht von sich behaupten, das wohl populärste Geburtstagslied aller Zeiten zu sein. Es stammt aus der Feder von Patty und Mildred Hill, zwei Schwestern, die vor über 100 Jahren an einer Schule in Louisville im US-Bundesstatt Kentucky unterrichten. “Guten Morgen ihr alle” war so einfach gehalten, dass auch kleine Kinder es mühelos lernen konnten. Sie veröffentlichten das Lied 1893 in ihrem Liederbuch “Song Stories for the Kindergarten”.   

Erstmals 1912 soll die Melodie mit den Worten “Happy Birthday” begleitet worden sein. Man singt das Lied in Vietnam genauso wie in Armenien, Madagaskar, Indien oder Island. Die Schwestern haben nie einen Cent daran verdient, wohl aber spätere Plattenfirmen. 1935 sicherte sich das Label Clayton F. Summy die Urheberrechte, später kaufte Warner Chappell sie auf.

Bei Geburtstagsfeiern zu Hause durfte zwar jeder den Song kostenlos anstimmen, aber bei einer kommerziellen Nutzung – etwa in Filmen, auf Alben oder auf elektronischen Grußkarten, floss bei Warner/Chappell Music Geld in die Kassen. Schätzungen zufolge soll das Unternehmen jährlich rund zwei Millionen Dollar (etwa 1,8 Millionen Euro) Lizenzgebühren daran verdient haben. Damit war 2016 Schluss: Ein Richter kippte  das Lizenzrecht, das Warner eigentlich noch bis 2030 beansprucht hatte.

Hier also eine gemeinfreie Ständchen-Version aus der Muppet-Show: Der schwedische Koch groovt samt Töpfen so richtig los. Und sollten Sie, wenn Sie diesen Text lesen, Geburtstag haben, wünschen wir Ihnen von Herzen: Happy Birthday! 

 

Marilyn Monroe mit JFK und Bobby Kennedy

Als Marilyn Monroe am 19. Mai 1962 in einem hautengen glitzernden Kleid ihr laszives “Happy Birthday, Mr. President” ins Mikrofon hauchte, war das ein gefundenes Fressen für die Skandalpresse. Es gab viele Gerüchte über John F. Kennedys außereheliche Affären, doch über keine seiner Liaisons wurde mehr getratscht als über das vermeintliche Verhältnis mit Amerikas Sexsymbol Marilyn Monroe. An dem Tag, an dem John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York anlässlich seines 45. Geburtstags eingeladen hatte, sollte Marilyn ihr Ständchen vortragen. Obwohl sie stundenlang geübt hatte, zitterte sie vor Aufregung. Vor laufenden Fernsehkameras sang sie für “ihren” Präsidenten.

Pressefotografen waren allerdings nicht erwünscht. Trotzdem war nach dem legendären Auftritt ein – einziges – Bild entstanden. Der Fotograf des Weißen Hauses, Cecil Stoughton, war als einziger Fotograf zugelassen und er machte dieses einzige, wenig skandalträchtige Foto: Sein Schnappschuss zeigt Monroe mit JFK und seinem Bruder Bobby Kennedy.

Elvis Presley: “Happy birthday, baby”

Kompromittierendes Fotomaterial des Präsidenten und seiner mutmaßlichen Geliebten, das Paparazzi immer wieder schossen, landete nie in der Klatschpresse: Darüber wachten mit Argusaugen FBI und Secret Service, die gnadenlos jedes Negativ konfiszierten. Und auch dieses unspektakuläre Foto von Cecil Stoughton blieb lange unter Verschluss. Marilyns Song aber schrieb Geburtstagsständchen-Geschichte.

War Marilyn Monroe der Schwarm aller Männer, ließ Elvis Presley mit seinem Hüftschwung und seiner schmachtenden Schmalzstimme die Herzen der Frauen höher schlagen. In diesem Song gratuliert er seinem “Baby”, das ihn für einen anderen verlassen hat. Welche Frau fühlte sich da nicht berufen, den King über seinen Liebeskummer hinweg zu trösten? Das Original stammt allerdings nicht vom ihm, sondern von The Tune Weavers, die damit 1957 durchstarteten.

Dieses gute Laune-Stück von 1968 entstand ganz im Spirit der Hippie-Ära. Es erschien auf dem Album “The Beatles”, besser bekannt als “Weißes Album”. Die Musiker verabschiedeten sich während der Aufnahmen kurz, um in Paul McCartneys Haus, das direkt um die Ecke lag, einen Rock’n’Roll-Film anzuschauen. Die damals schon kultige Musikkomödie “The Girl Can’t Help It” lief zum ersten Mal im britischen Fernsehen. Zahlreiche berühmte Musiker traten dort auf, darunter Little Richard, Eddie Cochran, Fats Domino und The Platters – das wollten die Fab Four unbedingt sehen.

“Paul kam als einer der ersten zurück ins Studio“, erinnerte sich später Aufnahmeassistent Chris Thomas, “und schrieb den Birthday-Song einfach runter. Die anderen stießen dazu und sangen mit. Um 5 Uhr morgens war das Lied im Kasten.” 

The Beatles: Einfach “Birthday”

Viele Jahre später sagte John Lennon in einem Interview mit dem Playboy: “Ich glaube, Paul wollte einen Song schreiben wie ‘Happy Birthday, Baby,’ diesen Hit aus den 1950ern. Aber das Ding entstand spontan im Studio. Es war einfach ein Stück Müll.” Millionen von Beatles-Fans sehen das bis heute anders. 

Stevie Wonders “Happy Birthday”-Hymne 

Dieser Ohrwurm aus dem Jahr 1980 hat längst die ganze Welt erobert und die Herzen von vielen Geburtstagskindern erfreut. In nicht englischsprachigen Ländern singen die meisten nur den Refrain des Stevie Wonder-Hits mit und sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass der Song auch eine Hymne für die Gleichberechtigung aller Menschen ist.

Und mehr noch: Es war ein inoffizieller Aufruf, einen Tag zu Ehren des 1968 ermordeten schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. ins Leben zu rufen. Der kam dann auch, allerdings erst im Jahr 1986.

Auch “Celebration” kam 1980 auf den Markt – der einzige Song der Band, der es auf Platz 1 der Billboard Hot 100-Charts schaffte, obwohl die Jungs auch sonst für so manchen Hit gut waren. Mit souligem Disco-Funk machte die von den Brüdern Robert und Roland Bell gegründete ehemalige Schülerband in den 1970er und 1980er-Jahren Furore.  

Kool & The Gang feiern “Celebration”

Zum Song  “Celebration” ließ sich Saxofonist Ronald Bell, der Muslim war, von der Schöpfungsgeschichte im Koran inspirieren. 

Dieses Lied kann mit Fug und Recht von sich behaupten, das wohl populärste Geburtstagslied aller Zeiten zu sein. Es stammt aus der Feder von Patty und Mildred Hill, zwei Schwestern, die vor über 100 Jahren an einer Schule in Louisville im US-Bundesstatt Kentucky unterrichten. “Guten Morgen ihr alle” war so einfach gehalten, dass auch kleine Kinder es mühelos lernen konnten. Sie veröffentlichten das Lied 1893 in ihrem Liederbuch “Song Stories for the Kindergarten”.   

Happy birthday oder “Good morning to all”

Erstmals 1912 soll die Melodie mit den Worten “Happy Birthday” begleitet worden sein. Man singt das Lied in Vietnam genauso wie in Armenien, Madagaskar, Indien oder Island. Die Schwestern haben nie einen Cent daran verdient, wohl aber spätere Plattenfirmen. 1935 sicherte sich das Label Clayton F. Summy die Urheberrechte, später kaufte Warner Chappell sie auf.

Goldgrube für die Plattenfirma

Bei Geburtstagsfeiern zu Hause durfte zwar jeder den Song kostenlos anstimmen, aber bei einer kommerziellen Nutzung – etwa in Filmen, auf Alben oder auf elektronischen Grußkarten, floss bei Warner/Chappell Music Geld in die Kassen. Schätzungen zufolge soll das Unternehmen jährlich rund zwei Millionen Dollar (etwa 1,8 Millionen Euro) Lizenzgebühren daran verdient haben. Damit war 2016 Schluss: Ein Richter kippte  das Lizenzrecht, das Warner eigentlich noch bis 2030 beansprucht hatte.

Hier also eine gemeinfreie Ständchen-Version aus der Muppet-Show: Der schwedische Koch groovt samt Töpfen so richtig los. Und sollten Sie, wenn Sie diesen Text lesen, Geburtstag haben, wünschen wir Ihnen von Herzen: Happy Birthday! 

The Beatles: Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr, John Lennon, hinter ihnen hingen Luftballons

 

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