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Französischer Zeichner Jean-Jacques Sempé gestorben

Seine berühmteste Figur war der “kleine Nick”, den er zusammen mit “Asterix”-Autor René Goscinny schuf. Außerdem gestaltete er zahlreiche Zeitschriften-Cover. Mit 89 Jahren ist Jean-Jacques Sempé nun gestorben.

Jean-Jacques Sempé sei an seinem Ferienort friedlich gestorben, umgeben von seiner Frau und seinen engen Freunden, erklärte Sempés Biograf und Freund Marc Lecarpentier. Auch seine Ehefrau, Martine Gossieaux Sempé, bestätigte den Tod ihres Mannes mit fast 90 Jahren.

International bekannt wurde der am 17. August 1932 bei Bordeaux geborene Sempé insbesondere durch seine Illustration der Reihe “Der kleine Nick” (“Le Petit Nicolas”) über eine Kindheit im Frankreich der 1950er Jahre. Die Figur des kleinen Jungen erfanden Sempé und “Asterix”-Autor René Goscinny. Die erste Geschichte erschien am 29. März 1959 in der Regionalzeitung “Sud-Ouest Dimanche”. Binnen sechs Jahren wurden mehr als 200 Episoden um Nick, seinen immer hungrigen Freund Otto, den bebrillten Streber Adalbert und den prügelbereiten Franz veröffentlicht. Sie erschienen später als Bücher, verkauften sich millionenfach und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Jean-Jacques Sempé sei an seinem Ferienort friedlich gestorben, umgeben von seiner Frau und seinen engen Freunden, erklärte Sempés Biograf und Freund Marc Lecarpentier. Auch seine Ehefrau, Martine Gossieaux Sempé, bestätigte den Tod ihres Mannes mit fast 90 Jahren.

Sempé illustrierte außerdem so viele Titelseiten des für seine künstlerisch hochwertigen Cover bekannten US-Magazins “New Yorker” wie kein anderer Künstler. Er entwarf darüber hinaus Cartoons für Zeitschriften wie “Paris Match”, “Marie Claire” und “L’Express”.

Liebevoll und ironisch

Frankreichs Premierministerin Élisabeth Borne würdige den Verstorbenen: “Sempé, das war die Zeichnung, das war der Text. Es war das Lächeln und die Poesie. Manchmal hatte er Tränen in den Augen vor Lachen, heute Abend sind es Tränen der Rührung”, schrieb sie auf Twitter.

Der Nachwelt hinterlässt der Zeichner und Cartoonist mehr als 40 Bildbände, in denen er mit liebevoll-ironischem Strich die Welt analysiert. Dabei nahm er den Charme der Bourgeoisie ins Visier, ebenso wie den kleinen Mann oder die Reichen und Schönen.

Neben dem Welterfolg “Der kleine Nick” und “Die Geschichte von Herrn Sommer” von Patrick Süskind publizierte er viele eigene Bücher, darunter den Band “Kindheiten”. In dem 2012 auch auf Deutsch erschienenen Bilderbuch erzählt Sempé von einer eher bedrückenden Kindheit und Jugend als Sohn eines Lebensmittelhändlers.

Mit zwölf begann er demnach zu zeichnen, und dank seines Talents erhielt er als 19-Jähriger einen Nachwuchspreis. Bereits 1950 veröffentlichte Sempé seine ersten Zeichnungen, zunächst noch unter einem Pseudonym. Er habe nichts anderes Vernünftiges machen können, erklärte er später. Sein heimlicher Traum aber war es gewesen, Jazz-Musiker zu werden – so wie sein Idol Duke Ellington. 

gri/ww (dpa, afp)

Buchcover Le Petit Nicolas - Le ballon von René Goscinny und Jean-Jacques Sempé
Französischer Zeichner Jean-Jacques Sempé am Zeichentisch

Jean-Jacques Sempé sei an seinem Ferienort friedlich gestorben, umgeben von seiner Frau und seinen engen Freunden, erklärte Sempés Biograf und Freund Marc Lecarpentier. Auch seine Ehefrau, Martine Gossieaux Sempé, bestätigte den Tod ihres Mannes mit fast 90 Jahren.

International bekannt wurde der am 17. August 1932 bei Bordeaux geborene Sempé insbesondere durch seine Illustration der Reihe “Der kleine Nick” (“Le Petit Nicolas”) über eine Kindheit im Frankreich der 1950er Jahre. Die Figur des kleinen Jungen erfanden Sempé und “Asterix”-Autor René Goscinny. Die erste Geschichte erschien am 29. März 1959 in der Regionalzeitung “Sud-Ouest Dimanche”. Binnen sechs Jahren wurden mehr als 200 Episoden um Nick, seinen immer hungrigen Freund Otto, den bebrillten Streber Adalbert und den prügelbereiten Franz veröffentlicht. Sie erschienen später als Bücher, verkauften sich millionenfach und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Liebevoll und ironisch

Sempé illustrierte außerdem so viele Titelseiten des für seine künstlerisch hochwertigen Cover bekannten US-Magazins “New Yorker” wie kein anderer Künstler. Er entwarf darüber hinaus Cartoons für Zeitschriften wie “Paris Match”, “Marie Claire” und “L’Express”.

Frankreichs Premierministerin Élisabeth Borne würdige den Verstorbenen: “Sempé, das war die Zeichnung, das war der Text. Es war das Lächeln und die Poesie. Manchmal hatte er Tränen in den Augen vor Lachen, heute Abend sind es Tränen der Rührung”, schrieb sie auf Twitter.

Der Nachwelt hinterlässt der Zeichner und Cartoonist mehr als 40 Bildbände, in denen er mit liebevoll-ironischem Strich die Welt analysiert. Dabei nahm er den Charme der Bourgeoisie ins Visier, ebenso wie den kleinen Mann oder die Reichen und Schönen.

Neben dem Welterfolg “Der kleine Nick” und “Die Geschichte von Herrn Sommer” von Patrick Süskind publizierte er viele eigene Bücher, darunter den Band “Kindheiten”. In dem 2012 auch auf Deutsch erschienenen Bilderbuch erzählt Sempé von einer eher bedrückenden Kindheit und Jugend als Sohn eines Lebensmittelhändlers.

Mit zwölf begann er demnach zu zeichnen, und dank seines Talents erhielt er als 19-Jähriger einen Nachwuchspreis. Bereits 1950 veröffentlichte Sempé seine ersten Zeichnungen, zunächst noch unter einem Pseudonym. Er habe nichts anderes Vernünftiges machen können, erklärte er später. Sein heimlicher Traum aber war es gewesen, Jazz-Musiker zu werden – so wie sein Idol Duke Ellington. 

gri/ww (dpa, afp)

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