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Singapur entkriminalisiert schwulen Sex

In Singapur sollen sexuelle Beziehungen zwischen Männern künftig nicht mehr strafbar sein. Ein entsprechendes Gesetz, das noch aus der britischen Kolonialzeit stammt, dürfte bald abgeschafft werden.

Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong hat die Abschaffung des Paragrafen 377A angekündigt, der in dem südostasiatischen Stadtstaat eine Höchststrafe von zwei Jahren Haft für homosexuelle Handlungen unter Männern vorsieht. Er glaube, dass sich die Situation seit dem Jahr 2007, als sich die damalige Regierung für eine Beibehaltung des Gesetzes entschied, geändert habe, sagte Lee. Homosexuelle würden heute von der Gesellschaft besser akzeptiert als damals.

Der während der britischen Kolonialherrschaft in den 1930er Jahren eingeführte Paragraf wurde in Singapur zwar schon seit längerem nicht mehr angewandt. Doch Aktivisten hatten energisch auf eine Streichung aus dem Gesetzbuch gedrungen. Der Paragraf widerspreche der zunehmend modernen und dynamischen Lebensweise in Singapur, kritisierten sie. Für die Beibehaltung des Strafgesetzes hatte sich vor allem Kirchenvertreter eingesetzt.

Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong hat die Abschaffung des Paragrafen 377A angekündigt, der in dem südostasiatischen Stadtstaat eine Höchststrafe von zwei Jahren Haft für homosexuelle Handlungen unter Männern vorsieht. Er glaube, dass sich die Situation seit dem Jahr 2007, als sich die damalige Regierung für eine Beibehaltung des Gesetzes entschied, geändert habe, sagte Lee. Homosexuelle würden heute von der Gesellschaft besser akzeptiert als damals.

Die bisherige Definition der Institution Ehe bleibe aber unberührt, stellte Lee klar. Singapurs Gesetz erkenne nur die Ehe zwischen einer Frau und einem Mann an, betonte der Premier. Dies solle nun in der Verfassung verankert werden. “Die meisten Singapurer wollen nicht, dass sich unsere Sitten durch die Aufhebung des Strafgesetzes drastisch wandeln”, argumentierte Lee.

Keine gleichgeschlechtliche Ehe

wa/cw (afp, ap)

Singapur | Premierminister Lee Hsien Loong

Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong hat die Abschaffung des Paragrafen 377A angekündigt, der in dem südostasiatischen Stadtstaat eine Höchststrafe von zwei Jahren Haft für homosexuelle Handlungen unter Männern vorsieht. Er glaube, dass sich die Situation seit dem Jahr 2007, als sich die damalige Regierung für eine Beibehaltung des Gesetzes entschied, geändert habe, sagte Lee. Homosexuelle würden heute von der Gesellschaft besser akzeptiert als damals.

Der während der britischen Kolonialherrschaft in den 1930er Jahren eingeführte Paragraf wurde in Singapur zwar schon seit längerem nicht mehr angewandt. Doch Aktivisten hatten energisch auf eine Streichung aus dem Gesetzbuch gedrungen. Der Paragraf widerspreche der zunehmend modernen und dynamischen Lebensweise in Singapur, kritisierten sie. Für die Beibehaltung des Strafgesetzes hatte sich vor allem Kirchenvertreter eingesetzt.

Keine gleichgeschlechtliche Ehe

Die bisherige Definition der Institution Ehe bleibe aber unberührt, stellte Lee klar. Singapurs Gesetz erkenne nur die Ehe zwischen einer Frau und einem Mann an, betonte der Premier. Dies solle nun in der Verfassung verankert werden. “Die meisten Singapurer wollen nicht, dass sich unsere Sitten durch die Aufhebung des Strafgesetzes drastisch wandeln”, argumentierte Lee.

wa/cw (afp, ap)

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