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Wintersturm hat weite Teile der USA im Griff

Ein arktisches Sturmtief überzieht die USA mit drastischen Temperaturschwankungen und extremer Kälte. Die Kaltfront sorgt für Stromausfälle – und für Chaos auf Straßen und an Flughäfen.

Die USA werden über die Weihnachtstage von einer Kältewelle heimgesucht. Der US-Wetterdienst (NWS) spricht von einem “historischen” Wintersturm. “Von Küste zu Küste” drohten Gefahren durch drastische Temperaturstürze, eiskalte Winde und massiven Schneefall. In Denver im US-Bundesstaat Colorado seien die Temperaturen beim Durchzug der arktischen Kaltfront innerhalb von 24 Stunden um rund 40 Grad gefallen.

Mehr als 200 Millionen Menschen in 37 US-Bundesstaaten haben Unwetterwarnungen erhalten. Mindestens acht Menschen sind auf schnee- und eisglatten Straßen ums Leben gekommen. Angesichts frostiger Temperaturen sei der Zustand der Straßen vielerorts weiter sehr schlecht, schreibt die Zeitung “USA Today”. Nach Angaben der Webseite PowerOutage hatten 1,2 Millionen US-Haushalte vor allem an der Ostküste am Freitag keinen Strom.

Die USA werden über die Weihnachtstage von einer Kältewelle heimgesucht. Der US-Wetterdienst (NWS) spricht von einem “historischen” Wintersturm. “Von Küste zu Küste” drohten Gefahren durch drastische Temperaturstürze, eiskalte Winde und massiven Schneefall. In Denver im US-Bundesstaat Colorado seien die Temperaturen beim Durchzug der arktischen Kaltfront innerhalb von 24 Stunden um rund 40 Grad gefallen.

“Ich bitte alle, heute Abend nicht auf die Straße zu gehen. Packen Sie sich warm ein, bleiben Sie drinnen und passen Sie dieses Wochenende auf sich auf”, rief die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, die Einwohner auf. Der NWS im US-Bundesstaat New York warnte vor einem “Sturm, wie er einmal pro Generation vorkommt”, mit eisigen Windböen von mehr als 105 Kilometern pro Stunde.

Ein Generationensturm

In Minnesota sprach der NWS von einem “lebensbedrohlichen Phänomen”, das ernst zu nehmen sei. US-Präsident Joe Biden fand drastische Worte: “Das ist nicht einfach ein verschneiter Tag, wie aus der Kindheit. Das ist ernst!”

Die Kaltfront zieht vom Mittleren Westen nach Osten. US-Medien erwarten einen sogenannten “Bombenzyklon”, einen besonderen und schweren Sturm. In den Bundesstaaten Montana, South Dakota und Wyoming seien bereits Werte um minus 45 Grad Celsius gemessen worden.

Meteorologen sagen Blizzards (starke Schneestürme) an den Großen Seen im Norden, Blitzeis an der Ostküste und bittere Kälte bis herunter an die Grenze zu Mexiko voraus. Dem Nationalen Wetterdienst zufolge könnten in einigen Städten wie Philadelphia oder Sioux City Kälterekorde eingestellt werden.

Für die Bundesstaaten Louisiana, Teile von Mississippi, Alabama und Texas wurde eine extreme Frostwarnung ausgerufen. In manchen Teilen Louisianas, wo üblicherweise ein eher subtropisches Klima herrscht, werden Temperaturen von bis zu minus 15 Grad bei starken Winden erwartet. In Texas bereitet man sich auf bis zu minus 26 Grad vor. Und im Norden der USA werden an jedem der Großen Seen Wellen von bis zu sechs Metern Höhe vorhergesagt.

Bereits am Mittwoch hatten die Bundesstaaten Georgia, North Carolina und Kentucky den Notstand ausgerufen. “Wir erwarten Wetter, wie wir es seit einem Jahrzehnt oder mehr nicht mehr gesehen haben”, erklärte der Gouverneur von Georgia, Brian Kemp. Für den Bundesstaat an der Südatlantik-Küste der USA wurden Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius vorhergesagt.

Die arktische Kältefront brachte auch die Weihnachtspläne vieler Reisenden durcheinander. An den Flughäfen spielen sich chaotische Szenen ab. Fast 6000 Flüge waren nach Angaben der Flugdaten-Webseite FlightAware am Freitag gestrichen worden, am Samstagmorgen waren es bereits mehr als 1500. Vor allem Passagiere im Norden, rund um die großen Seen, mussten Reisen absagen. Die Flughäfen in Chicago und Detroit gehören zu den wichtigsten Drehkreuzen des Landes.

Auch auf dem Landweg geht es nicht voran. Zahlreiche Zug- und Busverbindungen fallen aus und die Behörden warnen vor Fahrten mit dem Pkw. Wer wegen Schnee und Eis auf den Straßen steckenbleibt, für den könnten die eisigen Winde zur lebensbedrohlichen Falle werden, warnt der Wetterdienst.

US-Medien warnten unter Berufung auf Wetterexperten vor der möglichen Entstehung eines besonderen und schweren Sturms, eines sogenannten “Bombenzyklons” – ein Wetterphänomen, bei dem der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit extrem abfällt und die Wucht des Sturms verstärkt. 

Besonders hart trifft es aber die, die kein Dach über dem Kopf haben. Überall im Land versuchen Helfer, die vielen Obdachlosen vor der Kälte zu retten. Der Leiter einer Kirchenmission in Augusta im US-Bundesstaat Georgia sagte: “In einer normalen Nacht geht es vielleicht nicht um Leben und Tod. Aber jetzt schon.”

Doch genauso schnell wie der Kälte-Spuk über die USA hereingebrochen ist, könnte er auch wieder vorbei sein. In einigen Gegenden im Nordwesten des Landes würden die Temperaturen bald wieder in die Höhe schnellen, wenn der Kern der kalten Luft durchgezogen sei, prognostizieren die Meteorologen. An vielen Orten soll es bereits am Wochenende wieder um 20 bis 30 Grad wärmer sein.

rb/sti/nob/gri (AFP, AP, dpa Reuters)

In kalter Luft dampft das Wasser in Decatur, Alabama
Die Anzeigetafel am O'Hare International Airport in Chicago zeigt Ausfälle und Verspätungen
Ein Mann schützt sich mit einer Decke vor der Kälte

Die USA werden über die Weihnachtstage von einer Kältewelle heimgesucht. Der US-Wetterdienst (NWS) spricht von einem “historischen” Wintersturm. “Von Küste zu Küste” drohten Gefahren durch drastische Temperaturstürze, eiskalte Winde und massiven Schneefall. In Denver im US-Bundesstaat Colorado seien die Temperaturen beim Durchzug der arktischen Kaltfront innerhalb von 24 Stunden um rund 40 Grad gefallen.

Mehr als 200 Millionen Menschen in 37 US-Bundesstaaten haben Unwetterwarnungen erhalten. Mindestens acht Menschen sind auf schnee- und eisglatten Straßen ums Leben gekommen. Angesichts frostiger Temperaturen sei der Zustand der Straßen vielerorts weiter sehr schlecht, schreibt die Zeitung “USA Today”. Nach Angaben der Webseite PowerOutage hatten 1,2 Millionen US-Haushalte vor allem an der Ostküste am Freitag keinen Strom.

Ein Generationensturm

“Ich bitte alle, heute Abend nicht auf die Straße zu gehen. Packen Sie sich warm ein, bleiben Sie drinnen und passen Sie dieses Wochenende auf sich auf”, rief die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, die Einwohner auf. Der NWS im US-Bundesstaat New York warnte vor einem “Sturm, wie er einmal pro Generation vorkommt”, mit eisigen Windböen von mehr als 105 Kilometern pro Stunde.

In Minnesota sprach der NWS von einem “lebensbedrohlichen Phänomen”, das ernst zu nehmen sei. US-Präsident Joe Biden fand drastische Worte: “Das ist nicht einfach ein verschneiter Tag, wie aus der Kindheit. Das ist ernst!”

Die Kaltfront zieht vom Mittleren Westen nach Osten. US-Medien erwarten einen sogenannten “Bombenzyklon”, einen besonderen und schweren Sturm. In den Bundesstaaten Montana, South Dakota und Wyoming seien bereits Werte um minus 45 Grad Celsius gemessen worden.

Meteorologen sagen Blizzards (starke Schneestürme) an den Großen Seen im Norden, Blitzeis an der Ostküste und bittere Kälte bis herunter an die Grenze zu Mexiko voraus. Dem Nationalen Wetterdienst zufolge könnten in einigen Städten wie Philadelphia oder Sioux City Kälterekorde eingestellt werden.

Kälterekorde werden fallen

Für die Bundesstaaten Louisiana, Teile von Mississippi, Alabama und Texas wurde eine extreme Frostwarnung ausgerufen. In manchen Teilen Louisianas, wo üblicherweise ein eher subtropisches Klima herrscht, werden Temperaturen von bis zu minus 15 Grad bei starken Winden erwartet. In Texas bereitet man sich auf bis zu minus 26 Grad vor. Und im Norden der USA werden an jedem der Großen Seen Wellen von bis zu sechs Metern Höhe vorhergesagt.

Bitterer Frost auch im sonst warmen Süden der USA

Bereits am Mittwoch hatten die Bundesstaaten Georgia, North Carolina und Kentucky den Notstand ausgerufen. “Wir erwarten Wetter, wie wir es seit einem Jahrzehnt oder mehr nicht mehr gesehen haben”, erklärte der Gouverneur von Georgia, Brian Kemp. Für den Bundesstaat an der Südatlantik-Küste der USA wurden Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius vorhergesagt.

Die arktische Kältefront brachte auch die Weihnachtspläne vieler Reisenden durcheinander. An den Flughäfen spielen sich chaotische Szenen ab. Fast 6000 Flüge waren nach Angaben der Flugdaten-Webseite FlightAware am Freitag gestrichen worden, am Samstagmorgen waren es bereits mehr als 1500. Vor allem Passagiere im Norden, rund um die großen Seen, mussten Reisen absagen. Die Flughäfen in Chicago und Detroit gehören zu den wichtigsten Drehkreuzen des Landes.

Auch auf dem Landweg geht es nicht voran. Zahlreiche Zug- und Busverbindungen fallen aus und die Behörden warnen vor Fahrten mit dem Pkw. Wer wegen Schnee und Eis auf den Straßen steckenbleibt, für den könnten die eisigen Winde zur lebensbedrohlichen Falle werden, warnt der Wetterdienst.

Reisechaos zu den Feiertagen

US-Medien warnten unter Berufung auf Wetterexperten vor der möglichen Entstehung eines besonderen und schweren Sturms, eines sogenannten “Bombenzyklons” – ein Wetterphänomen, bei dem der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit extrem abfällt und die Wucht des Sturms verstärkt. 

Besonders hart trifft es aber die, die kein Dach über dem Kopf haben. Überall im Land versuchen Helfer, die vielen Obdachlosen vor der Kälte zu retten. Der Leiter einer Kirchenmission in Augusta im US-Bundesstaat Georgia sagte: “In einer normalen Nacht geht es vielleicht nicht um Leben und Tod. Aber jetzt schon.”

Wetterexperten warnen vor “Bombenzyklon”

Doch genauso schnell wie der Kälte-Spuk über die USA hereingebrochen ist, könnte er auch wieder vorbei sein. In einigen Gegenden im Nordwesten des Landes würden die Temperaturen bald wieder in die Höhe schnellen, wenn der Kern der kalten Luft durchgezogen sei, prognostizieren die Meteorologen. An vielen Orten soll es bereits am Wochenende wieder um 20 bis 30 Grad wärmer sein.

Für Obdachlose geht es “um Leben und Tod”

rb/sti/nob/gri (AFP, AP, dpa Reuters)

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