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Zehntausende bei Protesten wegen Zugunglück in Griechenland

Ein Ende der Proteste in Griechenland wegen des schweren Zugunglücks mit vielen Opfern ist nicht in Sicht. Allein in Athen gingen mehr als 25.000 Menschen auf die Straße. Zeitgleich wurde vielerorts gestreikt.

Nach Polizeiangaben beteiligten sich mehr als 40.000 Menschen an erneuten Protesten, um ihre Wut über das schwere Zugunglück mit 57 Todesopfern und zahlreichen Verletzten vor rund zwei Wochen zu äußern. Dabei prangern viele Menschen vor allem den schlechten Zustand der griechischen Bahn an, für den sie die Regierung verantwortlich machen. Für die Kritiker ist das Unglück die Konsequenz jahrelanger Sparpolitik sowie der Misswirtschaft bei der Bahn.

Allein in Athen seien 25.000 Menschen auf die Straße gegangen, sagte eine Polizeisprecherin. In der griechischen Hauptstadt kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstrierenden. Rund 150 Randalierer schleuderten Brandflaschen, Molotowcocktails und Steine auf die Polizei, zündeten Müllcontainer an, schlugen Schaufenster ein und beschädigten Autos. Die Polizisten setzten Tränengas und Blendgranaten ein gegen Vermummten ein.

Nach Polizeiangaben beteiligten sich mehr als 40.000 Menschen an erneuten Protesten, um ihre Wut über das schwere Zugunglück mit 57 Todesopfern und zahlreichen Verletzten vor rund zwei Wochen zu äußern. Dabei prangern viele Menschen vor allem den schlechten Zustand der griechischen Bahn an, für den sie die Regierung verantwortlich machen. Für die Kritiker ist das Unglück die Konsequenz jahrelanger Sparpolitik sowie der Misswirtschaft bei der Bahn.

Protestierende forderten in allen größeren Städten des Landes die Aufklärung der Umstände des Unglücks. In Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, demonstrierten der Polizei zufolge ebenso wie in der westgriechischen Hafenstadt Patras rund 8500 Menschen. “Dieses Verbrechen wird nicht vergessen”, skandierten Demonstrierende der kommunistischen Gewerkschaft Pame, als die Protestteilnehmer auf das Parlament in Athen zumarschierten.

Streik legt Teile des Landes lahm

Wegen des schweren Zugunglücks hatten die großen Gewerkschaften nicht nur zu Demonstrationen, sondern auch zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Vom Streik betroffen war unter anderem der Flugverkehr: Sämtliche In- und Auslandsflüge fielen aus, weil die Fluglotsen streikten. Bestreikt wurden auch der Fährverkehr, der Bahnverkehr und der öffentliche Nahverkehr. Zudem gingen die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und die Beschäftigten des Gesundheitssektors in den Ausstand.

Ein weiterer Grund für die zuletzt vielen Streiks und Demonstrationen ist neben der Empörung der Bürger über den schlechten Zustand der griechischen Bahn auch der Vorwahlkampf. Bis spätestens Anfang Juli müssen in Griechenland Parlamentswahlen stattfinden, ein Termin steht noch nicht fest. Oppositionsparteien mobilisieren schon jetzt ihre Mitglieder, an den Streiks und Demonstrationen teilzunehmen, um die amtierende konservative Regierung unter Druck zu setzen.

qu/fab (dpa, afp)

Demonstrierende mit Fahnen
Weglaufende vermummte Demonstrierende auf einem Platz
Demonstranten in Athen

Nach Polizeiangaben beteiligten sich mehr als 40.000 Menschen an erneuten Protesten, um ihre Wut über das schwere Zugunglück mit 57 Todesopfern und zahlreichen Verletzten vor rund zwei Wochen zu äußern. Dabei prangern viele Menschen vor allem den schlechten Zustand der griechischen Bahn an, für den sie die Regierung verantwortlich machen. Für die Kritiker ist das Unglück die Konsequenz jahrelanger Sparpolitik sowie der Misswirtschaft bei der Bahn.

Allein in Athen seien 25.000 Menschen auf die Straße gegangen, sagte eine Polizeisprecherin. In der griechischen Hauptstadt kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstrierenden. Rund 150 Randalierer schleuderten Brandflaschen, Molotowcocktails und Steine auf die Polizei, zündeten Müllcontainer an, schlugen Schaufenster ein und beschädigten Autos. Die Polizisten setzten Tränengas und Blendgranaten ein gegen Vermummten ein.

Streik legt Teile des Landes lahm

Protestierende forderten in allen größeren Städten des Landes die Aufklärung der Umstände des Unglücks. In Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, demonstrierten der Polizei zufolge ebenso wie in der westgriechischen Hafenstadt Patras rund 8500 Menschen. “Dieses Verbrechen wird nicht vergessen”, skandierten Demonstrierende der kommunistischen Gewerkschaft Pame, als die Protestteilnehmer auf das Parlament in Athen zumarschierten.

Wegen des schweren Zugunglücks hatten die großen Gewerkschaften nicht nur zu Demonstrationen, sondern auch zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Vom Streik betroffen war unter anderem der Flugverkehr: Sämtliche In- und Auslandsflüge fielen aus, weil die Fluglotsen streikten. Bestreikt wurden auch der Fährverkehr, der Bahnverkehr und der öffentliche Nahverkehr. Zudem gingen die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und die Beschäftigten des Gesundheitssektors in den Ausstand.

Ein weiterer Grund für die zuletzt vielen Streiks und Demonstrationen ist neben der Empörung der Bürger über den schlechten Zustand der griechischen Bahn auch der Vorwahlkampf. Bis spätestens Anfang Juli müssen in Griechenland Parlamentswahlen stattfinden, ein Termin steht noch nicht fest. Oppositionsparteien mobilisieren schon jetzt ihre Mitglieder, an den Streiks und Demonstrationen teilzunehmen, um die amtierende konservative Regierung unter Druck zu setzen.

qu/fab (dpa, afp)

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