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EU winkt Milliarden für Wasserstoff durch

Klima- und Energiekrise machen Dampf beim Ausstieg aus fossiler Energie. Auch Wasserstoff soll dazu beitragen, Kohle, Öl oder Erdgas in der EU zu ersetzen.

Im Kampf gegen den Klimawandel dürfen Deutschland und andere EU-Staaten die europäische Wasserstoffindustrie mit bis zu 5,4 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission billigte das Projekt mit der Bezeichnung „IPCEI Hy2Tech“, das weitere 8,8 Milliarden Euro an privaten Investitionen anziehen soll. Es umfasst Erzeugung, Speicherung, Transport und Vertrieb von Wasserstoff und die Herstellung von Brennstoffzellen, vor allem für den Mobilitätssektor.

Die fünf Buchstaben IPCEI stehen dabei für „Important Project of Common European Interest“. Durch diese Einstufung gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden. Vergleichbare Programme gibt es etwa für den Aufbau einer europäischen Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos sowie für Mikroelektronik. Mit dem Wasserstoffprojekt sollen nach Angaben aus Brüssel 20.000 Arbeitsplätze direkt geschaffen werden.

Im Kampf gegen den Klimawandel dürfen Deutschland und andere EU-Staaten die europäische Wasserstoffindustrie mit bis zu 5,4 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission billigte das Projekt mit der Bezeichnung „IPCEI Hy2Tech“, das weitere 8,8 Milliarden Euro an privaten Investitionen anziehen soll. Es umfasst Erzeugung, Speicherung, Transport und Vertrieb von Wasserstoff und die Herstellung von Brennstoffzellen, vor allem für den Mobilitätssektor.

„Wasserstoff hat ein enormes Potenzial für die Zukunft„, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Er sei nötig, um die Energieträger zu diversifizieren und die Energiewende voranzubringen. An den insgesamt 41 Teilprojekten seien 35 Unternehmen beteiligt, darunter Alstom, Ansaldo, Bosch, Daimler Truck, Enel, Fincantieri, Orsted und Plastic Omnium. Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte, das Vorhaben könne EU-Unternehmen helfen, in der Wasserstoffindustrie zu Weltmarktführern zu werden.

Push zur Marktführerschaft?

In Deutschland wählte die Bundesregierung nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bereits 62 Großvorhaben für das Gesamtprojekt aus. Diese sollen mit mehr als acht Milliarden Euro an Bundes- und Landesmitteln gefördert werden, wobei zusätzliche Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Euro erhofft werden. Die genannte Fördersumme bezieht sich auf alle geplanten Tranchen des Projekts – nicht allein auf die bereits genehmigte Förderung der ersten Tranche, bei der zunächst vier Projekte aus Deutschland dabei sind.

Vor allem grüner Wasserstoff, also solcher, der mit erneuerbaren Energien gewonnen wird, ist ein Hoffnungsträger für die Energiewende. Grundsätzlich kann Wasserstoff als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Die sind aber preislich nach wie vor deutlich attraktiver als die Herstellung von Wasserstoff, welche selbst große Mengen an Energie verschlingt. Der große Vorteil des farb- und geruchlosen Wasserstoffs liegt darin, dass bei seiner Verbrennung nur wenige Abgase entstehen.

jj/kle (dpa, rtr)

EU-Kommissarin Margrethe Vestager | PK zu Wasserstoff
Erlangen Wasserstoff Tankstelle
Frankfurt Wasserstofftankstelle für Züge

Im Kampf gegen den Klimawandel dürfen Deutschland und andere EU-Staaten die europäische Wasserstoffindustrie mit bis zu 5,4 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission billigte das Projekt mit der Bezeichnung „IPCEI Hy2Tech“, das weitere 8,8 Milliarden Euro an privaten Investitionen anziehen soll. Es umfasst Erzeugung, Speicherung, Transport und Vertrieb von Wasserstoff und die Herstellung von Brennstoffzellen, vor allem für den Mobilitätssektor.

Die fünf Buchstaben IPCEI stehen dabei für „Important Project of Common European Interest“. Durch diese Einstufung gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern unterstützt werden. Vergleichbare Programme gibt es etwa für den Aufbau einer europäischen Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos sowie für Mikroelektronik. Mit dem Wasserstoffprojekt sollen nach Angaben aus Brüssel 20.000 Arbeitsplätze direkt geschaffen werden.

Push zur Marktführerschaft?

„Wasserstoff hat ein enormes Potenzial für die Zukunft„, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Er sei nötig, um die Energieträger zu diversifizieren und die Energiewende voranzubringen. An den insgesamt 41 Teilprojekten seien 35 Unternehmen beteiligt, darunter Alstom, Ansaldo, Bosch, Daimler Truck, Enel, Fincantieri, Orsted und Plastic Omnium. Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte, das Vorhaben könne EU-Unternehmen helfen, in der Wasserstoffindustrie zu Weltmarktführern zu werden.

In Deutschland wählte die Bundesregierung nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bereits 62 Großvorhaben für das Gesamtprojekt aus. Diese sollen mit mehr als acht Milliarden Euro an Bundes- und Landesmitteln gefördert werden, wobei zusätzliche Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Euro erhofft werden. Die genannte Fördersumme bezieht sich auf alle geplanten Tranchen des Projekts – nicht allein auf die bereits genehmigte Förderung der ersten Tranche, bei der zunächst vier Projekte aus Deutschland dabei sind.

Vor allem grüner Wasserstoff, also solcher, der mit erneuerbaren Energien gewonnen wird, ist ein Hoffnungsträger für die Energiewende. Grundsätzlich kann Wasserstoff als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Die sind aber preislich nach wie vor deutlich attraktiver als die Herstellung von Wasserstoff, welche selbst große Mengen an Energie verschlingt. Der große Vorteil des farb- und geruchlosen Wasserstoffs liegt darin, dass bei seiner Verbrennung nur wenige Abgase entstehen.

jj/kle (dpa, rtr)

Teuer hergestellt – sauber verbrannt

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